Aufgeschanppt
Mein heutiger, zum jenen des Tages erkorener Satz (leider nicht von mir):
Niergens kann man so einsam sein-wie in einer Zweisamkeit mit blinkendem Ablaufdatum
Niergens kann man so einsam sein-wie in einer Zweisamkeit mit blinkendem Ablaufdatum
MaryJanes - 24. Mrz, 13:38
Man muss unterscheiden zwischen einsam und allein. Einsam ist ein Gefühl, eine Angst, die dann auftaucht, wenn alles plötzlich aussichtslos erscheint. Allein sein, ist etwas Nachweisbares, etwas das man sehen kann, oder eben eigentlich nicht. Es ist einfach keine zweite Person rein physisch vorhanden. Einsam kann man hingegen auch sein, wenn man gar nicht allein ist!
Einsamsein hat mit Alleinsein gar nichts zu tun!!!!
Aber genauso wichtig ist das Klarkommen mit dem Alleinsein.
Wer sich selbst nicht erträgt in der Stille, der kann das auch nicht von jemand anderm verlangen!
Ausgeglichenheit und die Tatsache mit sich selbst im Reinen zu sein, macht einen guten Partner aus. Wer will schon mit jemandem zusammensein, der es nicht auf die Reihe bekommt mit sich selbst zusammen zu sein??
Ich möchte nicht die Rolle des Pausenclowns haben, nur weil mein Gegenüber es nicht aushält mal nicht unterhalten zu werden. Und ich sage dir, nicht jeder braucht das Alleinsein, nein es gibt genug Menschen die das nicht wollen, weil sie es nicht können, weil sie es nicht schätzen gelernt haben. Ich konnte es auch lange nicht. Und vorallem ist das Alleinsein in einer Beziehung ganz etwas anderes, als das IMMER Alleinsein. In einer Beziehung kann man es einfach stoppen, wenn es einem zu "fad" wird. Es ist ja der Partnr meist nicht weit! Ständiges Alleinsein muss gelernt sein, ich befinde mich gerade in diesem Lernprozess, ich weiß, dass ich dem Ganzen etwas Gutes abgewinne, ich finde immer neue Dinge, die mir gefallen. Ich werde mich nicht geschlagen geben, ich werde mich nicht der totalem "Ich brauche einen Partner"-Wahn hingeben. Ich will jetzt mal mich kennenlernen, herausfinden was ich für ein Menschbin, Zeit mit mir verbringen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das alles nach vielen Jahren ganz anders aussieht, dass einen das Alleinsein irgendwann einholt und die Einsamkeit vorspielt, aber die zwanghafte Suche nach einem Partner ist der falsche Weg. Mach dich glücklich mit den Dingen die du hast, sei froh über die Menschen die neben dir stehen....glückliche Menschen sind ja so viel begehrenswerter als jemand der die Unzufriedenheit schon ausstrahlt!
Ich habe in all den Jahren die 'Wüste' zig-mal durchquert und habe sicher mehr in meinem Inneren gespürt und gesehen als andere es je sehen werden. Aber glücklich hat es mich nicht gemacht. Ich weiß, ich kann Alleinsein und Einsamkeit aushalten. Manchmal leichter, manchmal schwerer - aber es geht.
Und ich denke, dass es auch eine gute Option fürs Alter ist, ein kontemplatives Leben zu führen. Doch im Moment, wo die besten Jahre allmählich schwinden, wird das Fehlen auch der körperlichen Erfahrung mit einer Partnerin schmerzhaft bewusst. Und das Gefühl, an dieser Erfahrung möglichweise nicht mehr teilhaben zu können, nährt die Traurigkeit.
Wie kann das jemand sagen der so, verzeihe den Ausdruck, traurig, verzweifelt ist und die letzten Jahre war? Vielleicht kommen deine besten Jahre ja erst?!?!
Ich verstehe aber sehrwohl was du meinst.
Klingt jetzt vielleicht sehr bildlich, aber wie wärs wenn du die Wüste einfach verläßt? Ich meine damit, du suchst eine Frau, eine attraktive natürlich. Mann das kann doch nicht so schwer sein?! Oder ist der Herr nur zu anspruchsvoll?!
Überleg dir doch mal, warum du keine findest?
Es liegt meist bei einem selbst (nein, IMMER!). Ich habe mal gelesen, dass der Mensch, du kennst das sicher, wenn du irendwas suchst, z.B. deine Schlüssel, immer denk:"Suchen, suchen, suchen". Doch was haben wir vom Suchen? Wir sollten denken: "Finden, finden, finden!"!!
Und gar schon daran zu denken, dass du vielleicht gar nicht mehr teilhaben kannst, an der Fülle eine Beziehung macht die Sache auch nicht einfacher. Wer denkt, er kann etwas nicht, wird es wohl auch gar nicht versuchen, aus Angst, es zu vermasseln. Wo ist nur dein Selbstbewußtsein hin, deine Stärken, dein Ego? Man sollte sich nicht all zu viel mit seinen Schwächen beschäftgen, das zieht einen nur runter. Seine Stärken sollte man hervortun und genau diese leben.
Natürlich hast du recht, dass es bei einem selbst liegt. An diesen Aspekten arbeite ich auch, weil ich die Muster usw. besser kennen lernen möchte.
Nur macht mich immer stutzig, dass bei anderen, die nicht einmal ansatzweise auf die Idee kommen, sie müssten sich bei sich was anschaun oder hinschaun, es oft super funktioniert. Wenn ich an die Frau denke, mit der ich gerne zusammen gekommen wäre, die hat auch ein starkes aus der Kindheit geprägtes Muster wie mir scheint, aber dennoch läuft es bei ihr...
Also, die käme vielleicht erst auf die Idee hinzuschaun, wenn sie einige Jahre allein verbringen müsste, weil sie von keinem Mann mehr begehrt wird. Da dies aber nicht der Fall ist - läuft's
Nichtwissen macht frei!
Unbekümmertheit macht das Leben leichter. Jeder der hinschaut, sieht, dass etwas "nicht" läuft. Sei es Kriege, Hunger, Krankheit....dem der hinschaut, fällt die Ungerechtigkeit auf, das das eben falsch läuft. Jemanden der nicht hinschaut, wird es nie betreffen, nie weh tun, wird nie die Ungerechtigkeit auffallen. So auch im Leben, im eigenen Sein. Wer nicht hinschaut, wird es nicht sehen. Wer hinschaut, wird es sehen, er wird es spüren und er wird versuchen es zu ändern. Er wird versuchen, etwas "Besseres" daraus zu machen..ob das so schlau ist, weiß ich jetzt auch nicht, aber er wird es versuchen. Versuchen das zu ändern, was ihm "falsch" vorkommt. Wird versuchen damit umzugehen. Wird versuchen es zu verstehen, zu akzeptieren und ab und zu hilft nur tollerieren. Aber er arbeitet damit. Ist sich seiner Fehler bewußt. Jemand der sich seiner Fehler oder Schwächen nicht bewußt ist, wird immer ein "leichtes" Leben führen können, denn es ist ja auch alles in Ordnung!!!