Wenn es so einfach wäre.
Manche Kapitel schließen sich von selbst, ohne dass wir es bemerken, ganz langsam schleichen sie aus unserem Leben, aus unseren Gedanken, bis wir bemerken was wir verloren haben. Bis wir es fühlen, die Leere die sie hinterlassen haben.
Manche Kapitel schließen sich einfach nicht, egal wie hart wir daran arbeiten, egal wie sehr wir versuchen sie hinter uns zu lassen.
Warum?
Weil wir sie gar nicht beendet haben wollen?
Weil wir Angst haben, dass die Leere die sie hinterlassen würden, zu schmerzhaft wäre?
Weil wir nicht den Mut haben uns der plötzlichen Leere zu stellen?
Weil wir versuchen müssten die Leere zu füllen?
Und so versuchen wir es weiterhin, bis ein anderes Kapitel den Platz eines nicht enden wollenden einfach einnimmt, ohne dass wir es bemerken, ohne dass wir daraufhingearbeitet hätten und plötzlich ist es abgeschlossen.
MaryJanes - 10. Mrz, 22:44
Was habe ich daraus gelernt? Nein, nicht dass ich soetwas nie wieder tue, oder dass ich mich jetzt endlich mal richtig auf die Liebe konzentriere und nicht nach Lust und Laune one night stands habe, nein, ich habe daraus gelernt, dass man Blinddates nicht zu sich nach Hause einlädt und dass man sich ein eigenes Handy für solche Dates organisiert.
Wieso bin ich da nicht schon früher draufgekommen?!
MaryJanes - 10. Mrz, 19:20
"Schade, aber vielleicht hast du ja später Zeit und Lust?!"
Ok, nein, ich werde darauf gar nichts mehr schreiben. Ich habe werder Lust noch...Lust, Zeit hätte ich, aber KEINE LUST!
Ich hatte Samstag abend Lust, ja da hatte ich sie, aber das wars. Meine Lust wurde befriedigt, und auf nimmer Wiedersehen.
Verstanden!!!!????
MaryJanes - 10. Mrz, 18:53
"Ich glaube aber, dass wir sehr gut zueinander passen würden. Ich möchte zu dir kommen und deine Lippen spüren. Wenn du heute noch nichts vor hast, bestehe ich darauf!"
"Bin um acht verabredet, und weiß nicht wie laneg es dauert. Nein, ich glaube nicht, dass ich Zeit und Lust habe."
Bitte, bitte, bitte Gott mach, dass er bitte, bitte nicht plötzlich vor meiner Tür steht.
Frauen würden soetwas nie tun, aber ich traue es jedem Mann zu, vorallem ihm!
Verdammt, was hab ich mir nur dabei gedacht!
MaryJanes - 10. Mrz, 18:46
Ich bin immer heilfroh, wenn ich sehe wie Carry Bradshaw und Co. ganz öffentlich rauchen. Ich liebe die Bilder von Audrey Hepurn mit dem ewig langen Zirgaettenhalter in der Hand.
Ich weiß, dass ich durch meinen Zigarettenkonsum viel früher Falten bekommen werde, manche zeichnen sich jetzt schon deutlisch ab, und dass ich dadurch weiterhin in den 3. Stock keuchen werde, aber sie sind zur Zeit meine besten Freunde.
Das liegt wohl daran, dass ich die meiste Zeit mit ihnen verbringe, ist ja sonst nichts und niemand da.
Sie unterhalten mich, geben mir eine Beschäftigung, geben mir Ruhe, in meinem chaotischen Leben. Ich könnte damit aufhören wenn ich wollte, aber genau da liegt der Ursprung des Problems: Ich will ja gar nicht aufhören.
Ich weiß, das klingt alles total bescheuert, ich weiß das!!
Unterbrechung:
Türklingel!!!!! Spendenaktion der Johanniter, ich mache mit, weil der Typ einfach zum anbeißen süß ist und weil die nur eine einmalige Zahlung von 24 Euronen wollten.
Telefon stört mich dabei. Der Typ von Samstag, glaube ich, denn der Anrufer ist anonym, ich hebe nicht ab.
Ob der Johanniter Spendenaktionstyp wohl wiederkommt? hmm..wäre interessant. Er hat einen sehr komischen Namen "Herr Übelhör". Also ich glaube schon, dass er mich ganz gut verstanden hat. Immerhin hat er versucht ein Gespräch, fern ab von kranken Menschen, mit mir zu beginnen. Doch da läutet das bescheuerte Handy wieder.
SMS vom Samstag-Typen: "Möchte gern einen Kaffee trinken mit dir, lg M."....nein danke, lieber nicht. Doch wie bringe ich es ihm bei? Er wußte doch worauf er sich da eingelassen hat! Selber Schuld!
Ich zünde mir eine ZIGARETTE an und denke darüber nach (um wieder zum Ursprung zurückzukehren).
Ich schreibe eine sehr höfliche SMS: "Nein danke. Ist glaube ich besser so."
Und gleich noch eine Zigarette um darauf zu warten, ob etwas zurückkommt.
MaryJanes - 10. Mrz, 18:07